Du brauchst keine bessere Haltung - Du brauchst die richtige
Shownotes
Viele verbinden eine gute Körperhaltung mit aufrecht stehen, Brust raus und geradem Rücken. Doch im Sport ist genau das oft nicht die entscheidende Fähigkeit. Jede Sportart verlangt ganz eigene Positionen und deine Leistung hängt stark davon ab, wie gut du diese einnehmen und kontrollieren kannst. In dieser Folge spreche ich darüber, warum es keine universell „richtige“ Haltung gibt, sondern nur aufgabenspezifische Positionen, die zu deiner Bewegung passen müssen. Du lernst ein einfaches 4-Schritte-System kennen: Welche Position brauchst du überhaupt? Welche Gelenke limitieren dich dabei? Kommst du entspannt in diese Position? Und kannst du darin auch Kraft erzeugen, ohne zu verkrampfen? Anhand eines konkreten Beispiels zeige ich dir, wie sich Bewegungen oft plötzlich leichter anfühlen. Nicht weil du stärker geworden bist, sondern weil dein Körper besser organisiert ist. Diese Folge hilft dir, Bewegung neu zu verstehen und gezielter an deiner Performance zu arbeiten.
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00:00:03: Herzlich willkommen zum Bewegungs- und Performance Podcast.
00:00:07: Dein Podcast für geschmeidigere Bewegungen, mehr Körperbewusstsein und verbesserte Performance.
00:00:13: Mein Name ist Lars Habermacher und ich freue mich, dich heute dabei zu haben!
00:00:18: Wenn du regelmäßig mit dem Podcast los bist, dann bist du dich gewohnt, dass bei mindestens jeder Zeitenfolge ein Gast im Podcast ist.
00:00:26: Heute habe ich das für dich nicht.
00:00:28: Dafür habe ich die nächste Woche einen ganz speziellen Gast für dich, wo du dich wirklich darauf freuen kannst.
00:00:33: Damit du das nicht verpasst ist, schau dir doch, dass du meinen Podcast auf Spotify oder Apple-Podcasts abonniert hast, sodass du auch eine Benachrichtigung bekommst und gerade erfährst wenn diese neue Folge online geht!
00:00:45: Heute möchte ich über etwas anderes reden.
00:00:47: Ich liebe es immer wieder auch Haltungen oder Körperpositionen von Athleten und Athletinnen zu beobachten Und nicht nur zu beabachten sondern auch immer wieder zu schauen.
00:00:56: Ich habe echt erkennt, was für ein Sportart diese Leute machen.
00:01:01: Und ganz ehrlich, oftmals sieht man das diesen Leuten relativ gut an.
00:01:05: Jetzt ist natürlich die interessante Frage, warum sieht man es den Leuten an?
00:01:08: Warum verändert sich die Haltung je nachdem, was man für einen Sportart macht?
00:01:14: Ich möchte allgemein aber über das Thema Haltung reden und wie die Performance oder Bewegung beeinflusst.
00:01:20: Wir alle haben eine Idee oder eine Vorstellung, was gute Haltung ist und das prägt oftmals aus unserer Kindheit, was unsere Eltern schon gesagt haben, uns beigebracht haben.
00:01:30: zum Beispiel wenn wir am Tisch gesessen sind und SkySat sitzt mal gerade an, sitzt nicht wie ein Herdöpfelsack in der Schule, das auch die Lehrer immer wieder erwähnt haben lernt nach hinten, schaut das nicht unter den Tisch rutschig.
00:01:45: All diese Aussagen prägen uns und beeinflussen unsere Haltung zum Beispiel im Sitzen.
00:01:50: Haltung ist aber nicht nur im Sitze sondern egal was wir machen.
00:01:52: wir haben immer eine Körperhaltung oder eine Körperposition.
00:01:56: Und viele Sportarten sind da sehr weit weg von dem was mir als Haltung anschaut.
00:02:01: Sportarten verlangen ganz spezielle Körperpositionen.
00:02:05: Und jede Sportart hat eine eigene Position die man sich in ihnen begeben muss.
00:02:10: Das ist gar nicht so selbstverständlich, dass man sich gut in diese Positionen begeben kann.
00:02:15: Oftmals ist der Fokus auf mehr Kraft oder Kraft aufbauen, was manchmal sogar verhindert, dass wir einfach in die Positionen kommen, weil vielleicht einfach mehr Spanien rum ist?
00:02:25: Oder mir dann die Mobilität ein bisschen verliert auf Kosten oder wieso?
00:02:30: als Trade-off zu dieser gesteigerten Kraft und eine Frage, die man sich hier immer wieder stellen kann, wie komme ich überhaupt an diese Position?
00:02:40: So einen vier Schritte Plan geben, die du für jede Sportart anwenden kannst und dir helfen soll zum besseren Positionen zu kommen.
00:02:47: Und dich in diesen Positionen dann auch besser zu bewegen.
00:02:50: Weil wenn du zwar viel Kraft hast aber nicht in diese Positionen kommst, wo du dich eigentlich drinnen befinden solltest, wo man sich bewegen solltest oder performt, wird das Ganze ineffizient und braucht dadurch mehr Energie.
00:03:02: Also wenn du, nehmen wir jetzt einfach mal ein Beispiel aus dem Krafttraining eine tiefe Squadwatch machen willst Du kommst nicht in die tiefen Position, weil dir die Beweglichkeit zum Beispiel in den Sprunggelenk oder den Hüftgelenk fehlt.
00:03:17: Dann wird hier Bewegung irgendwo kompensiert, der Rücken wird mehr belastet, Muskeln müssen mehr arbeiten um dich irgendwie diese Position zu ziehen und das wird früher oder später anstrengend.
00:03:30: Jetzt wollen wir einen Schritt weitergehen.
00:03:31: wenn du bei so einer eine relativ isolierte Bewegung, wenn man ein Quad, das du unendlich Zeit hast, um in die Position zu kommen, wo du dich organisieren kannst und für das noch einmal anders positionierst.
00:03:43: Wo du deinen Blick anpassen kannst.
00:03:44: Wenn du dort nicht in diese Positionen hinein gehst, dann ist die Chance, dass du es in deiner Sportart wirst machen sehr, sehr klein.
00:03:52: Unser Nervensystem ist immer mit Sicherheit beschäftigt und wenn du dich im Einfachen oder in diesem ... kontrolliertes Setting in diesen Positionen nicht sicher fühlst, dass du das dann in der dynamischen Sportart wirst dich sicher fühlen.
00:04:08: Da ist die Chasse wirklich sehr gering.
00:04:10: Die Kerneidee hinter dem Ganzen ist eigentlich, dass es keine perfekte Haltung gibt sondern immer aufgabenspezifische Positionen und Haltungen, die wir können einnehmen.
00:04:20: Und jetzt je nachdem was du für eine Sportart machst oder für was du dich interessierst wie du durchs Leben gehst hast du da verschiedene Positionen wo dir wichtig sind Die Leistung oder wird bestimmt, wie gut du in diese Positionen gehen kannst.
00:04:35: Wie viel Kraft du dort entwickelst und wie viele Kontrolle du in diesen Positionen hast.
00:04:40: Wo fangst du am besten an?
00:04:41: Als allererstes musst du erkennen, welche Positionen für dich und deine Sportartschlüsselposition sind.
00:04:48: Wie sehen die Bewegungen aus, was du machen musst?
00:04:51: Was wird von deinem Körper verlangt?
00:04:53: Welche Mobilitätsübungen könnten hier hilfreich sein?
00:04:56: Vielleicht noch gar nicht Übungen sondern mehr Weliklenk?
00:05:00: Du brauchst dann einen zweiten Schritt.
00:05:04: Du hast eine Position, in der du einsteigen solltest und diese wird unter anderem durch die Länge bestimmt.
00:05:10: Wir können nicht bestimmen wie unsere Knochen sich verhalten, sondern das ist sehr stark vorgegeben.
00:05:16: Die passen nur sehr gering an.
00:05:18: Aber wir können aber bestimmen, welche Positionen unsere Gelenke kommen.
00:05:22: Und wenn man dort Ängste findet ... oftmals Sprunggelenk, Hüftgelenke, Brustwirbelsäule je nachdem auch unter den Rücken.
00:05:30: Dann kann dein Körper als komplex funktionierendes System sich anfangen zu organisieren und anpassen.
00:05:37: Und du kommst vielleicht etwas einfacher in diese Positionen was der dritte Schritt ist.
00:05:42: also der erste Schritt ist suche welche Positionen das Du musst einnehmen.
00:05:46: zweite Schritt erkenne welche Gelenk das für das wichtig sind.
00:05:50: Der dritte Schritt finde ich einen Zugang, den Mobilitätsübungen.
00:05:55: Ich finde eventuell den Übungen, die da unterstützen könnten so dass ich ohne Ausweichen in diese Positionen komme und ohne dass ich irgendwo muss kompensieren.
00:06:07: Das klingt jetzt alles so schnell abgedreht innerhalb von wenigen Minuten aber ein einzelner Schritt kann hier Wochen, Monate zum Teil Jahre dauern bis man das wirklich herausgefunden hat und kontrolliert hat.
00:06:22: Und wenn die ersten drei Schritte gemacht sind, dann kommt eigentlich der erste vierte Schritt.
00:06:27: Und da geht es darum belastbar zu werden in diesen Positionen.
00:06:31: Kann ich in den Positionen Kraft entwickeln?
00:06:33: Kann ich an dieser Position stabil sein und trotzdem beweglich sein?
00:06:37: Gleichzeitig!
00:06:39: die Bewegungen suchen, nicht das Gleiche zu verlieren und auch nicht verkrampfen.
00:06:43: Und da sind wir wieder mit diesem Thema Sicherheit.
00:06:45: Wir müssen uns wohlfühlen in diesen Positionen, wir müssen uns anpassungsfähig fühlen.
00:06:50: Wir können dort eigentlich am liebsten ganz lange sein ohne dass es uns anstrengend empfindet oder auch dass man dort müde wird.
00:07:02: Jetzt natürlich gibt es hier Positionen wo sehr anspruchsvoll sind, wo es schwierig ist zum langdrehen bleiben.
00:07:08: Aber wir können das trainieren und je mehr wir in diesen Positionen verharren, die mehr wir uns dort bewegen, desto besser wird es auch gelingen.
00:07:16: Vielleicht als Schluss noch ein ganz konkretes Beispiel?
00:07:20: Ich nehme jetzt mal bewusst ein Beispiel aus einem Sportart, den ich bis jetzt im Podcast noch nicht so viel erwähnt habe – und zwar aus der Lichtathletik.
00:07:27: Wenn wir einen Hürdeläufer oder eine Hürdeläufe haben ... Dann sind es spezifische Positionen, die sie brauchen.
00:07:33: Sie müssen z.B.
00:07:34: fähig sein, dass eine Beine nach vorne gestreckt über diese Hürde zu bewegen und den Oberkörper nach vorne zu neigen und gleichzeitig hinterbei seitlich über die Hürden nachziehen.
00:07:45: Das verlangt ziemlich viel Flexibilität im Hüftgelenk.
00:07:49: Es verlangte Flexibilitäten in den Hamstrings, es verlangten Innenrotationen im hinteren Bein im Hufgelenk, es verlangten Bügungen der Wirbelsäule und auch die Sprunggelenke, welche mitmachen im Absprung usw.
00:08:01: Also hier haben wir schon ein paar Stellen und ein paar Gelenk identifiziert in dieser Position, wo sicher eine Schlüsselposition ist in der Lichtathletik beim Hürden laufen.
00:08:11: Der dritte Schritt – was gibt's denn da für Übungen?
00:08:14: Einfaches Beispiel wäre zum Beispiel der sogenannten Hürdesitz.
00:08:17: Es ist ja kein Wunder, dass dieser Hürdensitz genannt wird, weil Hürdeläufer das natürlich auch so trainieren.
00:08:25: Das ist ein Beispiel, das relativ klar ist und der vierte Schritt ist vielleicht den, welcher am weitesten weg ist.
00:08:32: Wie könnte ich jetzt dort Übungen finden, die ich in dieser Position um eine Kraft entwickeln muss?
00:08:38: Wenn wir die Hamstrings nehmen ... die ja auch resistent sind gegen Verletzungen, Hamstring Zählungen, die im Sprint sehr oft vorkommen.
00:08:46: Wie könnte ich zum Beispiel in so einer Hürde-Schrittposition mein Hamstring trainieren?
00:08:50: Ich finde z.B.
00:08:51: mit einem Kabelzug eine Möglichkeit, Hamstrings Curls in dieser Position zu machen und da muss man manchmal ein bisschen erfinderisch sein.
00:08:58: aber ich glaube wenn wir hier wirklich mal sich damit auseinandersetzen darüber nachdenken dann findet man da ganz interessante Lösungen, welche auch für Athleten und Athletinnen spannend sein können.
00:09:07: also wenn du das nächste Mal die ich mit den Sportartusen ansetzte.
00:09:10: Schau dir mal an, welche Positionen es braucht und welche Gelenke sind besonders beteiligt.
00:09:16: Vielleicht hast du Lust, da weiterzudenken und kreativ zu werden und auch dir überlegen, wie man das trainieren könnte, dass es einfacher fällt?
00:09:25: Wegen gesagt Kraft ist nicht immer ein Problem, ich würde sogar sagen ein seltenes Problem.
00:09:31: Oftmals ist die ferrende Position zum Kraft entwickeln, was entscheidend ist.
00:09:37: Ich hoffe, du hast etwas Spannendes mitnehmen können aus dieser Folge heute.
00:09:40: Würde mich natürlich freuen wenn du nächste Woche wieder dabei bist, wenn ich wie gesagt einen Gast für dich habe.
00:09:46: Ich sage dir noch nicht wer es ist aber du siehst es ja dann nächste Woche!
00:09:50: Ich wünsche dir auf jeden Fall eine ganz gute Woche, mach's gut und bis bald.
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