Emotionen und Leistung: Warum dein Körper mitfühlt

Shownotes

In dieser Folge geht es um die Verbindung zwischen Emotionen und körperlicher Leistung. Lars erklärt, warum Gefühle nicht nur im Kopf stattfinden, sondern den ganzen Körper beeinflussen können. Emotionale Zustände wie Stress, Druck oder Angst wirken auf unser Nervensystem und können dadurch Muskelspannung, Atmung, Haltung und Bewegungsmuster verändern. Besonders spannend ist dabei, wie der Körper unter Belastung oft in Schutzmuster geht: Der Brustkorb wird enger, die Schultern ziehen nach vorne, der Kiefer spannt an oder Bewegungen fühlen sich weniger frei an. Auch frühere Erlebnisse können unser heutiges Körpergefühl und unsere Bewegungen beeinflussen, weil das Nervensystem aus Erfahrungen lernt. Du erfährst, warum Emotionen nicht der Gegner deiner Leistung sind, sondern wichtige Signale deines Körpers. Zum Schluss bekommst du drei einfache Tipps für deinen Alltag und dein Training: einen kurzen Körper-Check-in, bewusste Atmung und sichere Bewegung, um Spannung wahrzunehmen und wieder mehr Spielraum im Körper zu schaffen.

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00:00:03: Herzlich willkommen zum Bewegungs- und Performance Podcast.

00:00:07: Dein Podcast für geschmeidigere Bewegungen, mehr Körperbewusstsein und verbesserte Performance.

00:00:13: Mein Name ist Lars Habermacher und ich freue mich, dich heute dabei zu haben!

00:00:18: Du hast das bestimmt auch schon mal erlebt?

00:00:20: Du bist vor einem Wegkampf, vor einer Prüfung oder vor einer Presentation Und plötzlich wirst du nervös.

00:00:26: Die Nervosität drückt sich in deinem Körper aus Dein Brustkorb wird änger, deine Atmung wird flacher und die Nacken werden plötzlich fester.

00:00:35: Die Bewegungen fühlen sich weniger frei an als sonst.

00:00:38: und hast du dich auch schon gefragt warum spürst du diese Sachen so stark in deinem Körper obwohl eigentlich nichts körperlich passiert?

00:00:46: Wichtig ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass Emotionen und alles was wir wahrnehmen nicht nur im Kopf passiert sondern Emotion sind körperliche Zustände.

00:00:56: Sie beeinflussen deine Atmung, deine Haltung, deine Muskelspannung, die Bewegung und somit auch deine Leistung.

00:01:03: Und genau um das soll es heute gehen!

00:01:05: Also allererst wie entstehen die Emotions im Körper?

00:01:09: Ganz einfache Emotionen entstehen durch Erlebnisse, durch Situationen und Sachen, die während des Alltags passieren.

00:01:15: Unseres Hirn bewertet jede Situation.

00:01:18: Und die erste Entscheidung, was hier trifft ist ... Ist das unsicher oder sicher?

00:01:23: Ist es wichtig oder unwichtig?

00:01:26: Ist das eine Gefahr oder ist es eine Chance?

00:01:29: Je nachdem, was dieses Hirn für Bewertung macht, verändert sich den Körperzustand.

00:01:34: Das passiert sehr stark über das Nervensystem – also über das Hirn- und Periferrenervensystem, die alle Nerven mitbeinhalten, die unsere Muskulatur versorgen.

00:01:46: Dann gibt's auch noch dieses Autonomen oder das sogenannte unwillkürliche Nervenystem, wo automatisch gewisse Stressreaktionen, ein Schutzmodus Kampf, Flucht oder Erstarungsmodus auslöst im englischen Fight Flight or Freeze.

00:02:03: Der Körper wird durch das auf eine gewisse Handlung vorbereitet und die Handlung muss nicht immer Bewegung sein sondern kann eben auch stillstand sein.

00:02:10: Also dein Körper fragt nicht das allererstes mal was ist optimal für deine Performance was du jetzt solltest abliefern sondern er fragt sich zuerst einmal bin ich da sicher?

00:02:18: Und aufgrund von dem entscheidet er weiter.

00:02:22: Wir haben vorhin schon gesagt Ein emotionaler Zustand, unter anderem deine Spanien und auch so mit deiner Muskulatur beeinflussen.

00:02:30: Emotionen können dein Muskeltonus verändern.

00:02:33: Der muskeltones beschreibt einfach eine Grundspanning, die wir haben.

00:02:37: Manchmal gibt es das, dass die Muskeln aktiver werden wenn wir emotional gestresst sind oder entspannt sind.

00:02:43: Und andere Muskeln laden eher los und werden weniger gut angestürt.

00:02:50: So verändert sich die Ballast zwischen einzelnen Muskeln in deinem Körper.

00:02:54: Es gibt ein paar Klassiker, bei denen man mit Stress oder erhöhten Spanien assoziiert und zum Beispiel der Kiefer spannt sich an, den Nacken wird enger, die Schulter ziehen nach oben Der Brustchort fühlt sich eng an, der Hüftbeuger fühlt es sich besser an.

00:03:11: Die Atmung wird tendenziell ein bisschen flacher.

00:03:13: Was man manchmal vergisst auch unsere Atmungen ist natürlich Bewegung und wird von Muskeln gestürzt oder beeinflusst.

00:03:20: Und zusätzlich können die Bewegungen kleiner, stiefer oder noch kontrollierter werden.

00:03:27: Wenn wir jetzt das wieder auf Leistung ummünzen, dann hat es natürlich einen riesigen Einfluss.

00:03:30: Weil durch das entsteht weniger Beweglichkeit und deine Koordination wird gestört.

00:03:35: Deine Explosivität nimmt ab was in einem ersten Moment vielleicht ein bisschen kontrainduktiv ist weil man würde meinen wenn ja Muskeln mehr Spanien bekommen wird man explosiver.

00:03:44: aber das Problem ist damit ein Muskel eben sich explosiv zusammenziehen kann muss er zuerst können entspannen angespannt ist, dann verliert er die Fähigkeit sich explosiv zusammenzuziehen und so führt Stress zu weniger Explosivität.

00:03:59: Dann wird das Timing der Bewegung verändern und seine Kraftübertragung schlechter werden.

00:04:06: Manchmal ist hier gar nicht ein Muskels-Problem sondern eigentlich den Zustand in dem sich dieses Nervensystem gerade befindet.

00:04:13: Wir haben vor ein paar klassische Muster angesprochen oder ein paar Muskeln, die unter Stress reagieren.

00:04:20: Oftmals sind das Flexoren sogenannte Büger, die uns helfen zu müssen beschützen.

00:04:28: Unter Stress geht unser Körper oft eher in ein Bügungsmuster.

00:04:31: Also die Schulter gehen eher nach vorne, der Kopf geht eher nach vorn und nach unten Die Hüfte wird eher leicht bügt, den Bruschkorb wird durch das geschützt Und der Körper macht sich kleiner.

00:04:41: Das macht natürlich alles sehr Sinn Weil unsere Körper vor der Seite wird durch diese Öffentlichkeit weniger präsentiert Und der Schutz ist grösser, wenn irgendein Objekt oder auch ein Feind uns angreifen will, weil wir uns dort als besser schützen können.

00:04:57: Kurzfristig ist das auch sinnvolles Problem.

00:04:59: Besteht einfach, dass langfristig immer wieder passiert wird und das Muster verstärkt werden kann.

00:05:06: Das kann deine Bewegung und deine Leistung einschränken!

00:05:09: Das Gleiche ist ja auch, wir wollen das Schutzmuster eigentlich nicht haben wenn wir wollen performen.

00:05:14: Weil es gibt ja eigentlich keinen Grund oder keine Gefahr in diesem Moment.

00:05:17: Aber je nachdem was für Erlebnisse wir eben gehabt haben wird das Schutzmusster aktiviert und da werden wir gleich beim nächsten Punkt.

00:05:25: Man gehört viel erlebnis werden im körper gespeichert oder Emotionen werden im Körper gespeichert Und ich finde dass muss man ein bisschen cyberer formulieren weil das ist dass ein Muskel Erinnerungen wie eine Festsplatte abspeichern.

00:05:39: Sondern all diese Sachen werden im Nervensystem gespeichert, weil dieses Nervesystem Auserfahrung erlernt.

00:05:46: Also frühenere Erlebnisse können spätere Reaktionen beeinflussen, weil sich unser Hirn daran erinnert und das passiert meistens nicht bewusst.

00:05:55: aber sobald unser Hirnen oder unseren Körper in eine Situation kommt, die er schon einmal hat und er kennt.

00:06:02: Und meistens mit etwas Negativen assoziiert ist, wird er sich ähnlich verhalten wie dort oder versucht, ihn vorzuschützen.

00:06:10: Ein Beispiel könnte sein, dass man sich nach einer Verletzung vorsichtiger bewegt als vorher.

00:06:17: Dass man nach einem negativen Wegkampferlebnis mehr Anspannung in der gleichen Situation verspürt.

00:06:23: Dass wir ein Stressphase ... Grundspannung, die erhöht ist, wahrnimmt.

00:06:29: Oder dass der Körper gewisse Bewegungen oder Positionen schon an sich vermeidet.

00:06:35: Der Körper erinnert sich nicht wie es da gebucht, aber er kann Muster wieder aktivieren, die aus früherer Erfahrung entstanden sind.

00:06:42: Was jetzt wichtig ist?

00:06:43: Emotionen sind nicht schlecht.

00:06:45: Emotonen sind wichtig.

00:06:46: Emotionen sind Guidelines für uns.

00:06:49: Es sind auch Informationen, wie der Körper reagiert.

00:06:53: Und die Performance hängt nicht mehr nur von Kraft, Ausdauer, Technik und anderen Faktoren ab.

00:06:59: Sondern der innere Zustand von uns spielt eine grosse Rolle.

00:07:02: Wenn wir jetzt unsere Leistung verbessern wollen, dann müssen wir nicht nur unseren Muskeln trainieren sondern auch lernen unser Zustand wahrzunehmen und zu regulieren.

00:07:10: Um das also im nächsten Schritt zu gehen... Wie gesagt, wahrscheinlich kennen wir alle diese Situationen aber was können wir konkret machen wenn man in einer solchen Situation befindet?

00:07:19: Und für das habe ich dir drei Tipps, die sehr einfach anzuwenden sind.

00:07:23: Der erste ist so ein dreißig Sekunden Körpercheck in.

00:07:28: Nimm dir vor dem Training, vor dem Wegkam, vor einer wichtigen Situation einfach ein paar Sekunden Zeit.

00:07:34: Halt kurz inne und spüre z.B.

00:07:36: deine Füße.

00:07:38: Nenn deinen Kiffer wahr, lass deine Schulter sinken und beobachte deine Atmung mit dieser Frage, wo habe ich gerade Spanien?

00:07:45: Wo nicht?

00:07:45: müsste da sein?

00:07:47: Eventuell ... verändert sich durch das schon etwas.

00:07:51: Vielleicht ist es aber auch nicht beim ersten Mal erfolgreich und braucht ein bisschen Übung.

00:07:55: Darum empfiehlt ihr, das immer wieder einzubauen und trainieren zu können wie du aus Krafttraining oder Ausdruftraining machst.

00:08:02: Der zweite Tipp ist, dass du deine Atmung nutzt.

00:08:05: Deine Atmungen sind eine direkte Zugang zu deinem vegetativen oder autonomen Nervensystem.

00:08:12: Also dieses Nerven-System wo wir eben nicht willendlich beeinflussen können.

00:08:17: Unser Atmen ist wirklich ein Hindertürchen dazu.

00:08:20: Und du musst da nicht grosses Gedanke kontrollieren, sondern du kannst das eben über den Körper regulieren.

00:08:26: und eine einfache Übung kann sein, dass du vier Sekunden inatmisch und sechs bis acht Sekunden ausatmest.

00:08:34: Wenn du das über fünf Wiederholungen weitermachst, wirst du vielleicht schon gemerkt, dass es für dein Körper ein Signal ist, um etwas ruhiger zu werden und zur Sicherheit, die er verspürt zu erhöhen.

00:08:48: Und der dritte Tipp ist, dass du die Spanien in Bewegung bringst.

00:08:53: Nicht gegen die Spanic ankämpft, sondern dass die Bewegung Spielraum für diese Spanie ist.

00:08:58: Da gibt es verschiedene Sachen.

00:09:00: Da muss vielleicht jeder und jede Abitze selber herausfinden.

00:09:04: In vielen Bewegungsformen oder Therapien wird ein bisschen ein lockeres Schüttchen empfohlen.

00:09:08: Es können Rotationsbewegungen sein... Es kann sein, dass du den armen Gross bewegst oder dich bewusst streckst und dann wieder in eine Bühne gehst.

00:09:19: Eigentlich war es so, was vorher und nachher ist, ein bisschen dein Feedback.

00:09:24: Wenn sich etwas verändert, hat dir das sicher gut gemacht und du kannst das wieder machen.

00:09:28: Wenn du keinen Unterschied merkst, probiere andere Sachen aus.

00:09:31: Andere Bewegungen.

00:09:32: Welche Bewegungen helfen dir?

00:09:33: Vielleicht weisst du auch schon, dass gewisse Bewegungen dir helfen.

00:09:36: Du kannst auch wirklich vorher und nachher z.B.

00:09:39: deine Beweglichkeit oder die Qualität von deinen Bewegungen spüren.

00:09:43: Für dich hier alles, oder das Wichtigste nochmal zusammengefasst.

00:09:46: Emotionen beeinflussen dein Körper und deine Muskulatur.

00:09:49: Und dadurch halt eben deine Spanienk, deine Haltung, deine Atmung und deine Bewegung.

00:09:54: Es ist kein Fehler, sondern es ist ein Schutz- und Regulationssystem.

00:09:59: Und das ist enorm wichtig für uns.

00:10:00: also einfach keine Emotionen mehr verspüren wäre für uns fatal und uns würde einen ganz wichtigen Kompass im Leben fehlen.

00:10:08: Aber wer das wahrnehmen kann, kann besser damit arbeiten und besser mit umgehen.

00:10:13: Für eine bessere Performance ist das eben ein Faktor was in ihnen spielt.

00:10:17: Also ich werde ihr raten, probiere euch mal einer dieser drei Tipps aus.

00:10:21: Vielleicht hast du auch schon andere Strategien kennengelernt.

00:10:24: Es gibt natürlich noch mehr und du kannst auch diese machen, ich habe einfach gefunden das sind drei, die relativ einfach umsetzbar sind.

00:10:29: und wo könnte funktionieren?

00:10:32: Wenn du etwas Spannendes dabei feststellst oder auch schon spannende Erfahrungen gemacht hast dann freue mich immer wenn du mir schreibst und deine Geschichte mit mir teilst.

00:10:40: Ich danke dir auf jeden Fall dass du heute bis am Schluss zugelassen hast.

00:10:43: Freue mich wenn du nächste Woche wieder dabei bist und wünsch dir eine gute Woche!

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