Dein Körper ist nicht verspannt. Er verteilt Spannung nur schlecht

Shownotes

Unser Körper braucht Spannung, um zu stehen, zu sitzen und sich kontrolliert zu bewegen. Problematisch wird es häufig nicht durch die Spannung selbst, sondern durch ihre Höhe, Dauer und Verteilung. In dieser Folge schauen wir uns an, was tonische und phasische Muskelarbeit unterscheidet, warum diese Einteilung nur ein vereinfachtes Modell ist und wie ungünstige Belastungsmuster zu Schmerzen und Verspannungsgefühlen beitragen können. Du erfährst ausserdem, weshalb auch ausdauernde Haltemuskeln verspannt sein können und warum die perfekte Haltung oft weniger wichtig ist als regelmässige Bewegung, Positionswechsel und eine gute Anpassungsfähigkeit. Zum Abschluss bekommst du eine einfache Wahrnehmungsübung, mit der du testen kannst, wie viel Spannung du bei alltäglichen Aufgaben tatsächlich brauchst.

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00:00:03: Herzlich willkommen zum Bewegungs- und Performance Podcast.

00:00:07: Dein Podcast für geschmeidigere Bewegungen, mehr Körperbewusstsein und verbesserte Performance.

00:00:13: Mein Name ist Lars Habermacher und ich freue mich, dich heute dabei zu haben!

00:00:18: Ein Thema, das wir im Training immer wieder begegnet sind Verspannungen.

00:00:22: Und Verspannen sind oftmals etwas mühsames, was schmerzhaft sein kann oder uns einschränkt bei Bewegungen.

00:00:29: Aber ich möchte heute auch mal ein bisschen darauf eingehen... für Spanien ein Grundhänd und nicht jede Spanik, sondern eine Verspanung muss führen.

00:00:38: Weil Muskelspanik ist nicht automatisch etwas Negatives.

00:00:43: Ohne Spaniken im Körper können wir gar nicht stehen.

00:00:45: Wir könnten nicht sitzen, wir könnten uns auch gar nicht bewegen.

00:00:49: Unser Körper passt Spanig laufend an also wir haben immer einen gewissen Tonus oder eben eine gewisse Spannung im Körper.

00:00:56: Und viel entscheidender als ist Spannig da, oder kein Spanning hier, ist die Frage Wie ist diese Spannungen im Körper verteilt?

00:01:03: Der Unterschied zwischen notwendiger Spannungs- und tourhafter Verspannung.

00:01:08: Genau das soll es heute gehen.

00:01:10: Wenn wir von Verspannen sprechen, dann redet das oftmals so etwas, was negativ ist und nur negativ behaftet und dass man sofort los muss werden.

00:01:22: Aber eigentlich Ist das auch gut, dass die Spanien hier sind?

00:01:26: Die Spanierungen werden je nachdem ein bisschen zu hoch.

00:01:31: Und das kann sein, weil wir die Spaningen zu lange anhalten und immer diese Muskelgruppe brauchen und die Arbeit übernehmen und andere Bereiche sich zu wenig beteiligen.

00:01:42: Das ist wie eine fehlende Anwechslung und zu wenige Positionen wechseln oder zu wenig ... Erholung für einzelne Muskeln, sodass eben gewisse Muskeln wie überfordert sind.

00:01:53: Und der Körper kann die Spanien nicht mehr gut reduzieren oder umverteilen.

00:01:59: Wichtig ist, dass die Spaning alleine kein Problem ist, sondern was es ausmacht ist eigentlich die Höhe von der Spanie, die Dauer und die Verteidigung sowie die Veränderbarkeit einer Spanierungen.

00:02:10: Es gibt unterschiedliche Muskelarbeit.

00:02:13: Es geht um die sogenannte tonische Muskelarbe.

00:02:17: Stonisch heisst es ist eher erhalten, eher stabilisierend.

00:02:21: Die Muskeln arbeiten häufig über längere Zeit und es ist vergleichsweise andauernd oder ausdauernde Tätigkeit und oftmals mit geringer bis mittleren Kraft und nicht die höheren Kraftspitzen.

00:02:37: Früher hat man gesagt, es gibt Muskeln, die so Haltungsmuskeln sind oder Bewegungsmusklen.

00:02:42: Und von dem kommt man weg und ist ein wenig weggekommen, weil wir gemerkt haben, alle Muskeln übernehmen gewisse Tätigkeiten.

00:02:49: Die Frage ist einfach, in welchem Ausmaß sie übernehmen.

00:02:52: Und ... Muskeln , die wirklich gut funktionieren, um eben diese satonische Arbeit zu leisten, sind zum Beispiel die tiefliegende Ruckermuskulatur der Soleusmuskel in den Waden, also der tieflegende Wademuskel und viele kleine stabilisierende Muskeln rund um die Wirbelsäule.

00:03:10: Auch ein Teil von der Nackenmuskulatur ist eher bei der tonischen Muskularbete dabei aber auch nicht nur weil wir bewegen unseren Kopf ja sehr viel und darum können diese Nackemuskeln auch die anderen arbeiten, die sogenannte phasische Muskelarbeit übernehmen.

00:03:25: Bei phasischer Muskelarbeiten Da sind wir eher bewegend.

00:03:28: Das ist Bewegungen, die aktiv ausgeführt werden.

00:03:31: Manchmal auch schnell und das sind kurzfristigere und dynamischere Aktivitäten.

00:03:37: Es geht darum Kraft zu erzeugen, Bewegung und Beschleunigung.

00:03:42: Der Nachteil oder wie so eine Konsequenz draus ist, dass es halt auch schneller ermüdend ist und dass man das nicht über durhaft lange Zeit machen könnte.

00:03:52: Ein paar Muskel als Beispiel für die phasischen Aktivitäten.

00:03:55: Das kann zum Beispiel der Beizep sein, wenn wir etwas anheben.

00:03:59: Das könnte den grossen Gsäßmuskel, der Gluteus Maximus sein beim Sprinten oder beim Aufstehen.

00:04:05: Das ist auch der tibialis anterior beim Anheben von Fussi.

00:04:09: Oder zum Beispiel den grosse Brustmuskel bei Druckbewegungen.

00:04:13: Es gibt eine wichtige Einschränkung und das ist wie gesagt es gibt keine strikte Training.

00:04:20: Jede Muskel kann heben und bewegen.

00:04:23: Die Einteilung ist mehr ein vereinfachtes Modell, nicht eine statische Struktur, die man sich daran festhebt.

00:04:31: Es gibt schon Muskeln, wenn ich das vorhin gesagt habe, wo eher funktionelle Schwerpunkte haben als andere.

00:04:37: Wie gesagt, es kann sein, dass gewisse oder einzelne Muske ständig am arbeiten sind.

00:04:42: Wenn wir zum Beispiel aufrecht stehen, dass immer die gleichen Rückenmuskeln am arbeiten.

00:04:47: Und andere Muskeln, die machen fast nichts und schauen zu.

00:04:50: Es kann so sein wie auf der Baustelle einer ist immer am Schaffen und alle anderen schaut zu.

00:04:56: Wenn es ganz blöd kommt, dass dann die phasischen Muskeln also diejenigen, die eher dazu geeignet sind zum Bewegen über längere Zeit auch noch die halbe Arbeit übernehmen.

00:05:07: Irgendwann wird das einfach zu viel oder?

00:05:11: Wichtig ist, dass auch atonische Muskeln überbelastet sein können oder empfindlich oder schmerzhaft werden.

00:05:16: Aber sie machen das wahrscheinlich weniger als die phasischen Muskeln.

00:05:20: Und dann merken wir das... Der Körper findet Strategien und nutzt diese Strategie, die in diesem Moment verfügbar sind um aus dem rauszukommen.

00:05:33: Aber manchmal klingt es nicht, weil einfach ... So wie wir uns verhalten, gibt es zu starke Anforderungen an die einzelnen Muskeln.

00:05:40: Das kann zum Beispiel sein, wenn wir lange am Laptop arbeiten und unsere Schulter permanent ein bisschen rauf gezogen haben, dass wir den Nacken zu stark anspannen und der Kopf und die Arme festgekippt werden über eine längere Zeit oder beim Sitzen, damit wir den Bauch permanent anschpannen dass wir beim Stand unsere Knie oder unseren Rücken ständig durchdrücken.

00:06:04: Und all das im Beispiel, die dann gewisse Muskeln hat einfach zu viel übernimmt.

00:06:09: Die Folgen daraus haben wir wahrscheinlich alle schon mal gemerkt.

00:06:13: Es kann sein, dass wir Schmerzen haben und wichtig ist Schmerz sind nicht immer ein Zeichen für einen beschädigten Muskel sondern Schmerze ist eine Art und Weise wo unser Körper hat um uns auf etwas Aufmerksam machen.

00:06:27: Also wenn wir die Schmerzen verspüren, dann kann es auch gut sein, dass der Muskel eigentlich grundsätzlich gut geht.

00:06:33: Dann macht das einfach zu viel und den Körper, der uns zeigen will, gibt doch mal ein Pausen.

00:06:38: Was manchmal durchaus entsteht ist so ein subjektives Gefühl von Härte oder Spanien.

00:06:43: Und jetzt gibt es verschiedene Faktoren, welche das natürlich beeinflussen.

00:06:46: Zum Beispiel diese alte Bekannte wie Stress, Schlaf und Erholung.

00:06:52: All das beeinflusst die Wahrnehmung dieser Härte.

00:06:58: Aber auch eine gewisse Angst oder Aufmerksamkeit könnte gewisse Spanien verstärken.

00:07:04: Und wenn wir dann eben einmal die Schmerzen haben, kann das dazu führen dass man die Muskelstörung verändert und unser Körper wieder nach Strategie sucht zum anderen Muskeln mehr zu brauchen.

00:07:17: Sehr oft lässt sich die Ursache und die Folge gar nicht mehr klar trennen.

00:07:22: Wichtig für dich zum Entschmerzen der Muskel ist nicht automatisch zu kurz, schwach oder falsch aktiviert sondern oftmals ist das eben vieles komplexer System wo dahinter ist und es lässt sich selten eine Ursache finden.

00:07:37: Wenn wir jetzt keine Ursachen gefunden können was ich natürlich interessiere gehe ich da voraus was hilft denn dagegen?

00:07:46: Und etwas was man mal könnte ausprobieren ist die Position häufiger wechseln Einfach nicht gleich lange in diesen Positionen bleiben, wenn man sich das gewöhnt ist und dann die Muskeln pausen.

00:07:56: Und mit Pausen kann es auch Bewegungspausen sein.

00:07:59: Grundsätzlich hilft uns im Körper immer wieder Bewegung zu haben.

00:08:02: Wenn wir uns bewegen können, werden andere muskleraktiv und vielleicht musklen, die schon aktiv waren, pausern können.

00:08:10: Darum auch wichtig immer wieder unterschiedliche Bewegungen auszuprobieren.

00:08:14: Das ist gerade auch bei Überbelastungen, die durch den Sport entstehen können und sehr hilfreich, dass man nicht immer in der gleichen Bewegungsmuster unterwegs ist sondern auch mal etwas Neues ausprobiert.

00:08:24: Und nachher kommen natürlich auch Punkte dazu die ins Training integriert werden können.

00:08:29: also... Dass man versucht die Haltemuskulatur zu stärken, damit man die Aktivierung von diesen Haltemuskeln verbessern kann dass man aber auch versucht, die bewegenden oder tendenziell bewegende Muskeln mehr Kraft und Dynamik aufzubauen zu lassen.

00:08:44: Und etwas, was ich sehr wichtig finde ist das erste Mal unnötige Spanien im Körper wahrzunehmen und Aussätze zu finden ja wo habe ich überhaupt Spanierungen, die nicht müssten sein?

00:08:56: Oder wo ich eigentlich loslassen könnte bevor man dann eigentlich versucht etwas aufzutrainieren und erst nach einem weiteren Schritt die Muskulatur oder gewisse Strukturen zu stärken.

00:09:07: Wenn wir vorhin gesagt haben, es gibt wie selten einen klaren Grund oder eine klare Ursache dann hat das für mich eigentlich die Folge dass ich auch nicht nur den schmerzhaften Bereich behandeln darf weil unter Umständen ist der Schmerz hafte Bereich nicht der Ursprung sondern einfach der Ort wo sich's äussert und wo der Körper uns das Signal gibt.

00:09:28: aber die Ursachen oder Ursprungen sind vielleicht an einem ganz anderen Ort.

00:09:33: Im Training oder in gewissen Therapie-Szenarien ist es für mich immer wichtig, auch an anderen Orten zu schauen und nicht nur dort wo es geht Schmerz.

00:09:43: Wenn man dort versucht dann auch Veränderungen herbeizuführen, findet man sehr oft bei ganz vielen Leuten oder eigentlich bei allen.

00:09:52: Man findet immer gewisse Sachen die noch besser sein können Und manchmal ist es gar nicht so einfach zu beurteilen, dass der Auslöser war oder ob das einen Einfluss hatte.

00:10:01: Sondern es ist wirklich auch etwas ausprobieren und gemeinsam herauszufinden mit den Leuten was hilft und was nicht.

00:10:06: Du siehst, es ist wahrscheinlich ein bisschen komplizierter als das oftmals dargestellt wird.

00:10:12: Darum habe ich zum Teil auch Mühe wenn Leute sagen mach Übung XY und du wirst nie mehr Nackenverspannungen haben.

00:10:19: Weil also einfach uns einfach nicht und oftmals ja ... Es kann helfen Aber oftmals ist das nicht das Ende der Wahrheit, sondern es geht irgendeine Reform noch weiter.

00:10:33: Und da gibt's ziemlich sicher etwas tiefer Liggens, was nachher auch entscheidend wird.

00:10:39: Wenn du für dich einfach mal etwas machen oder etwas gegen deine Verspannung machen willst, dann würde ich dir einmal anraten, dass du eine kleine Übung ausprobierst und zwar, dass man ganz bewusst deine Schulter aufzieht.

00:10:54: Wenn du sitzt und deinen Bauch und dein Gesäß stark anspannst und deine Füße in den Boden drückst, dann hast du die Spanien im Körper wahrgenommen.

00:11:04: Dann lässt du nach und nach bewusst eines nach dem anderen los.

00:11:09: Du lässt deine Schulter absinken, du lässt deinen Baug langsam los, du lasst dein Gesäss entspannen und hörst auf mit deinen Füßen in den Boden zu drucken.

00:11:17: Sodass du das Gefühl bekommst, wie viel Spanier ist überhaupt notwendig zum Sitzen?

00:11:23: Wahrscheinlich wirst du überrascht sein, wie wenig Spanik es eigentlich braucht um die Aufgabe des Sitzes trotzdem stabil und kontrolliert auszuführen.

00:11:33: Zusammenfassend können wir sagen, dass Spanika etwas notwendig ist und für Spaniken entsteht nicht nur ein einzelnes Muskel sondern sind irgendwie eine fehlgeleitete Spaniksverteilung im Körper.

00:11:46: Die Verteilung ist eben das, was entscheidend ist unter anderem aber auch und die Anpassungsfähigkeit unserer Körper hat.

00:11:54: Und das Ziel ist am Schluss nicht eine völlige Entspanung, sondern ein flexiblerer Umgang mit Spanien so dass unser Körper mehr Optionen bekommt.

00:12:03: Ich hoffe du hast etwas spannend zu können mitnehmen und wenn du Fragen zu diesem Thema hast dann freue ich mich natürlich wenn du diese Frage per Instagram oder sonst irgendwie schreibst.

00:12:12: Ich danke dir auf jeden Fall dass du bis zum Schluss zugelassen hast und wünsch dir ganz gute Woche und bis bald!

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