Deine Gene sind nicht deine Grenze

Shownotes

Genetik spielt im Sport eine Rolle, aber sie ist nicht die ganze Geschichte. Sportliche Leistung entsteht durch das Zusammenspiel von körperlichen Voraussetzungen, Training, Regeneration, Erfahrung und Lernfähigkeit. Das Problem: Wir kennen unsere tatsächliche genetische Grenze nicht. Trotzdem sagen wir schnell Dinge wie „Dafür bin ich nicht gemacht“ oder „Das liegt mir einfach nicht“. Moshé Feldenkrais beschäftigte sich intensiv damit, wie unser Selbstbild unser Handeln und unsere Bewegungsmöglichkeiten prägt. Vielleicht stossen wir deshalb nicht an unsere genetische Grenze, sondern zunächst nur an die Grenze unserer bisherigen Erfahrungen und Lernstrategien. Die zentrale Frage dieser Folge lautet deshalb nicht: Habe ich die richtige Genetik? Sondern: Was kann ich aus meinen Voraussetzungen machen?

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00:00:03: Herzlich willkommen zum Bewegungs- und Performance Podcast.

00:00:07: Dein Podcast für geschmeidigere Bewegungen, mehr Körperbewusstsein und verbesserte Performance.

00:00:13: Mein Name ist Lars Habermacher und ich freue mich, dich heute beizuhalten!

00:00:18: Ein Satz, das ich immer wieder höre, ist «Ich habe nicht die richtige Genetik oder mein Körper ist einfach nicht gemacht für das.».

00:00:24: Und ich habe immer wieder das Gefühl, dass die Genetika schnell als Erklärung oder Ausrede herbeizugen wird Obwohl wir eigentlich gar nicht genau wissen, wo unsere wirkliche Grenzen liegen würden.

00:00:36: Und um genau das soll es in dieser Folge vom Podcast gehen.

00:00:39: Es ist natürlich unumstritten genetisch beeinflusst unserer Leistung.

00:00:43: Es gibt gewisse Faktoren oder gewisse körperliche Ausprägungen, die für einzelne Sportarten sehr wichtig sind.

00:00:50: Nehmen wir beispielsweise Basketball, wo die Körpergröße natürlich sehr entscheidend ist und da gibt's jetzt viele Spieler, die eine gewisse Größe haben.

00:01:00: Beziehungsweise was fast noch entscheidender ist, ist die Armsparnweite.

00:01:05: Also wenn man die Arme zur Seite vom Körper ausbreitet wieviel Distanz liegt da dazwischen?

00:01:11: Und generell kann man sagen das sind ungefähr die Körpergröße.

00:01:15: es gibt aber Leute die ein deutlich grösseres Verhältnis haben also wo zum Beispiel eine Meter neunzig groß sind aber die Arm Spannweite ist deutlich über eine Meter Neunzig und gerade der Faktor ist für das Basketball Spiel einen riesigen Vorteil.

00:01:29: Selbst hier ist es nicht ganz so einfach zu sagen, dass Körpergröße entscheidend sind.

00:01:32: Sondern es gibt gewisse Metriken, die im Zusammenhang mit der Körpergrösse stehen und vielleicht noch entscheidender sind.

00:01:39: Aber selbst dort hängt die sportliche Leistung nicht nur von einem Gain ab.

00:01:44: Also selbst wenn man ein Gain hätte, das für den Körpergrößer zuständig ist, dann kann man sagen, man wird vielleicht grösser oder man wird nicht so gross... Aber trotzdem lange das nicht, um zu sagen, die sportliche Leistung im Basketball ist nur von diesem Abhängig.

00:02:01: Gewisse Leute haben natürlich durch diesen Vorteil.

00:02:03: Es ist ein Zusammenspiel vom Körperbau, vom Training, vom Lernen, vom Umfeld, der Regeneration und so weiter, wo die Leistungen beeinflussen.

00:02:14: Und beim Basketball gibt es zum Glück mittlerweile auch ganz viele Spieler, die zeigen, dass man sehr gut am Basketball spielen kann ohne zu den Allergrößten zu gehören.

00:02:21: Also z.B.

00:02:22: der Steph Curry, der zu einem allerbeste Basketballspieler geworden ist obwohl er verhältnismäßig klein ist im Vergleich zu anderen Spielern.

00:02:30: und wenn er jetzt hier eigentlich mit dieser Einstellung Go Basketball Spielen gegangen wäre ich bin nicht der Grösste darum wird das nichts mit Basketball.

00:02:38: da hätten wir etwas riesiges verpasst.

00:02:44: Fast noch wichtigere Faktor.

00:02:46: Wir wissen einfach nicht, wo unser genetischer Potenzial ist.

00:02:51: Also es gibt natürlich eine Grenze von dem aber wir wissen nicht, wohin diese Leit und wie die Radianen kommen.

00:02:59: Und was oftmals dann verwechselt wird, ist dass unseren aktuellen Leistungsstand nicht gleich das Potenziale ist.

00:03:07: also nur wie du heute Wenn du einen gewissen Leistungsstand hast, heisst das nicht, dass du nicht an diesem arbeiten kannst und besser werden.

00:03:16: Das ist oftmals ein Schiff der Stadt im Mindset findet, in dem man sagt, ich kann es halt nicht.

00:03:21: Was aber eigentlich korrekt wäre – ich kann das noch nicht!

00:03:25: Vielleicht könnte ich das lernen oder ich könnte das verändern?

00:03:29: Und das Selbstbild, was wir dann haben von uns – also die Aussagen, die wir uns selber gegenüber machen – die beeinflussen unseren Verhalten und unser Training.

00:03:37: Wenn ich mit der Einstellung ins Training gehe, kann ich es nicht.

00:03:41: Dann werde ich mich wahrscheinlich anders verhalten, würde mir vielleicht weniger Mühe geben, will nicht mit dem gleichen Fokus arbeiten und wird vielleicht nicht gleich gut trainieren wie wenn ich das Gefühl habe doch ich kann das schaffen!

00:03:54: Und darum wäre sich eine Grenze setzt der hört früher auf zu suchen.

00:04:00: Und das gilt nicht nur für die Genetik, sondern auch wenn man sich in Grenzen setzt im Sinn von Erfolg.

00:04:07: Wenn man sich zum Beispiel über ein Resultat definiert und sagt, ich nehme z.B.

00:04:12: aus dem Skialpin, wenn ich einen Weltkörper gewonnen habe, dann habe ich alles erreicht.

00:04:17: Sobald diese Grenze erreicht ist, werde ich aufhören mich weiterentwickeln und werde nicht mehr besser werden.

00:04:22: Ich glaube gerade hier ist etwas, die allerbeste irgendwie geschafft haben, um das zu verändern, dass sie sich nicht physisch oder eine klare Grenze setzen, sondern sie suchen immer wieder etwas, was sie noch besser werden können und was sie eben nur nicht können.

00:04:39: Und an diesem arbeiten sie.

00:04:41: Wahrscheinlich haben sie auch Freude daran, immer wieder neu zu lernen.

00:04:44: Wie gesagt, diese angeborenen Unterschiede sind real.

00:04:48: Es sind nicht alle Menschen gleich gross.

00:04:49: Wir haben ganz unterschiedliche Körperformen Wir haben unterschiedliche Längenverhältnisse und all das spielt drin, aber entscheidend ist, ob wir unsere Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

00:05:01: Und wie nah sind wir an dieser Ausschöpfung dran?

00:05:03: Weil oftmals erreichen wir die Zerstgrenzen unserer bisherigen Lernweise.

00:05:10: Also um das nochmal anders auszudrucken... Erreichende Grenzen und kommen nicht mehr weiter, weil wir nicht mehr wissen wie wir uns weiterentwickeln können.

00:05:20: also will unsere Art zu lernen die Grenze gesetzt hat.

00:05:24: Ein Beispiel dafür kann sein wenn wir Training in einer gewissen Form auch als Lernweise anschauen und sagen ich mache immer das gleiche Training dann werde ich irgendwann an einen Punkt kommen wo das Training nicht mehr gut funktioniert wie es am Anfang funktioniert bis zu dem Punkt was irgendwann fast keine Fortschritte mehr geben wird.

00:05:45: Was aber nicht heisst, dass diese Trainingsmethode nicht funktioniert?

00:05:48: Vielleicht hat sie mal funktioniert.

00:05:51: Aber unterschiedliche Situationen oder unterschiedliche Stadien, die man sich darin befindet verlangen unterschiedliche Trainingsmethoden und etwas, was vor zwei Jahren funktioniert, muss heute nicht mehr funktionieren.

00:06:02: Und jetzt ist die Frage, findet mir Möglichkeiten auch unsere Lernweise anzupassen und eine neue Möglichkeit zu finden auf ein anderer Art und Weise zu lernen, um uns weiterentwickeln.

00:06:15: Das kann man eigentlich vielmehr so sagen eine neue Wahrnehmung schaffen in diesen neuen Möglichkeiten und wenn wir unsere Wahrnehungen verändern können dann finden wir viele Ehe-Hörmöglichkeiten zum Training anzupassen.

00:06:28: Für das Training heisst es auch nicht nur härter trainieren sondern es gibt viel mehr darum besser wahrzunehmen, zu variieren und im Training zu lernen.

00:06:38: Das kann sein indem wir bessere Techniken lernen, indem wir besser lernen unsere Spanien im Körper zu kontrollieren.

00:06:45: Indem wir unsere Koordination von einzelnen Körperteilen oder Bewegungen verbessern und indem wir immer wieder unsere Strategie überprüfen haben um andere neue Strategie zu finden.

00:06:56: Ich gebe den allerwichtigsten Punkt dabei ist dass wir neugierig bleiben anstatt vor schnelles Urteil.

00:07:04: Also dass wir uns wirklich Zeit nehmen und uns bewusst mit einem Thema oder einer Trainingsmethode auseinandersetzen.

00:07:10: Und wirklich anschauen, was ich von diesen mitnehmen kann?

00:07:13: Was wollte ich vielleicht beiebhalten, als wenn ich das vorher hatte?

00:07:17: Ich glaube so gibt es einen Prozess, der viel mehr aufs Lernen orientiert ist.

00:07:22: Das genetische Potenzial rückt in den Hintergrund.

00:07:25: Es ist auch gar nicht so entscheidend, sondern man versucht einfach soweit zu kommen wie sie dann geht... Mit der Offenheit und einer Neugierd, die dazu führt dass man wahrscheinlich schneller lernt als wenn wir das nicht haben.

00:07:37: Und es heisst wiederum nicht, dass jeder alles erreichen kann.

00:07:41: also ich finde das ist ganz wichtig.

00:07:43: Es gibt ein Potenzial was wir haben.

00:07:44: Wir wissen einfach nicht wo das die tatsächliche Grenze ist und darum würde ich alle Feuchten zu ermuntern probieren aus versuchen zu lernen und schauen wie weit das es langt.

00:07:55: Zum Abschluss möchte ich dir drei einfache Tipps mitgeben wo du eigentlich gerade diese Woche irgendwo im Training mal ausprobieren kannst.

00:08:03: Das Erste ist, wo sagst du im Training?

00:08:05: Das kann ich nicht!

00:08:06: Beobachte einfach mal, wo hast du die Einstellung, dass du etwas nicht kannst?

00:08:10: und das Zweite was du dann machst, ersetzt es einfach durch.

00:08:14: Ich kann das noch nicht.

00:08:15: Lustigerweise etwas, was mich meiner dreieinhalbjährigen Tochter auch immer wieder sagen.

00:08:20: Und wo ich gemerkt habe sie hat das schon in einer gewissen Form angefangen zu machen und macht das immer mehr.

00:08:26: Und das Dritte was ich dir mitgeben möchte Was könntest du mal anders oder neu ausprobieren?

00:08:32: In diesen Sachen, die du schon machst.

00:08:35: Das heisst nicht, dass ich es anders und höre auftrainiere sondern, dass du zwar weiter trainierst aber was kannst du vielleicht einmal verändern.

00:08:42: das kann eine Übung sein, das kann ein Methoden sein das kann irgendeine Anpassung sein wo du jetzt gerade spannend findest.

00:08:49: Ich hoffe, dass Du irgendetwas interessant für dich hast können mitnehmen Dass Du etwas gelernt hast und dass Du auch nächste Woche wieder dabei bist.

00:08:55: Danke vielmals fürs Zuhören und bis bald!

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