Mehr Wettkämpfe, weniger Erholung. Wie lange geht das gut?

Shownotes

Die Wettkampfkalender werden in vielen Sportarten immer dichter, während die klassische Off-Season immer kürzer wird. Für Athlet bedeutet das nicht nur weniger körperliche Erholung, sondern auch weniger Zeit, Beschwerden auszukurieren, neue Belastbarkeit aufzubauen und mental Abstand vom Wettkampfmodus zu gewinnen. Über Monate und Jahre können sich kleine Überlastungen summieren und langfristige Beschwerden entstehen. Gleichzeitig wird oft unterschätzt, wie viel psychischer Stress eine lange Wettkampfsaison mit sich bringt. In dieser Folge spreche ich darüber, warum Regeneration ein zentraler Bestandteil von Performance ist und welche Möglichkeiten Athlet haben: von einer bewussten Belastungs- und Wettkampfsteuerung über kleine Erholungsfenster innerhalb der Saison bis hin zu individuellen Routinen und mentalen Pausen.

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00:00:03: Herzlich willkommen zum Bewegungs- und Performance Podcast.

00:00:07: Dein Podcast für geschmeidigere Bewegungen, mehr Körperbewusstsein und verbesserte Performance.

00:00:13: Mein Name ist Lars Habermacher und ich freue mich, dich heute dabei zu haben!

00:00:18: In vielen Sportarten beobachten wir momentan einen sehr ähnlichen Trend – die Off-Seasons werden immer kürzer Die Weckkampfspfasen werden dichter und länger.

00:00:27: Es gibt gar keine klare Phase im Jahr, in der man sagt, man hätte keinen Weckkämpfe mehr oder man hat wirklich die Bewusstsein zum Pausen machen und sich auf die neue Saison vorzubereiten.

00:00:37: Gerade im Fußball, wo wir vor Kurzem erst noch die WM hatten und die ersten Profilegenden schon wieder gestartet sind, merkt man, dass für die Spieler wirklich sehr wenig Zeit da ist um sich zu erholen und eben wieder eine Vorbereitung zu machen.

00:00:50: Aber auch in anderen Sportarten geht der Trend immer mehr die Richtung.

00:00:53: Dann nehmen wir z.B.

00:00:54: ISOK, wo die NHL in Zukunft Vierendachtspiel pro Saison wird austragen und das nur in der Regular Season.

00:01:01: Dazu kommt dann noch die Playoffs, die WM für gewisse Spieler und man gemerkt, dass es auch hier die Erholung ein Thema ist und eben wie gesagt diese Wegkampffase denn irgendwann so viel von den Saisons umspannt, dass gar nicht mehr viele Zeit dazwischen bleibt?

00:01:17: Aber auch bei anderen Sportarten geht die Trend immer mehr in diese Richtung.

00:01:21: So ähnlich wie das im Tennis schon seit längerer Zeit ist, dass man eigentlich das ganze Jahr durch eine Weckkämpfe und Tournier hat und gar nicht mehr so klar eine Phase hat, wo man eben weg ist von seiner Sportart.

00:01:32: Das sind natürlich Folgen für die Athleten und Athletinnen.

00:01:35: Und auf das möchte ich heute ein bisschen eingehen.

00:01:38: Auf der einen Seite haben wir hier körperliche Folgen.

00:01:41: Viele Sportarten verlangen von ihren Athletinnen und Athleten, die sie ausüben, einfach extreme Belastungen.

00:01:47: Und extreme Belästigen brauchen irgendwo eine Zeit, um sich zu erholen.

00:01:51: Denn wenn diese Erholungszeit nicht da ist, können sich so kleinere Beschwerden über mehrere Wochen oder Monate aufstauen.

00:02:00: Am Anfang ist es vielleicht ganz leicht, man macht dann weiter.

00:02:03: Irgendwann wird es richtig mühsam Man kommt gar nicht mehr aus dem tiefen Kreis raus, weil der nächste Wegkampf steht ja schon vor den Türen und dann wird man wieder nicht verpassen.

00:02:13: Also man kann eigentlich ganz einfach sagen weniger Regeneration führt dazu dass das Risiko für eine Verletzung oder Beschwerden erhöht wird.

00:02:21: Und gleichzeitig haben wir eben gesagt es bleibt weniger Zeit für die Belastbarkeit wieder aufzubauen.

00:02:28: also diese Off-Seisen ist nicht nur hier zum Pausen machen sondern auch da zum Strukturen zu stärken Muskeln wieder aufbauen, um Toleranz gegenüber Belastungen zu erhöhen.

00:02:41: Wenn das nicht hier ist und das jährlich wegfällt dann führt es dazu, dass zwar sehr viel sportartspezifische Belastung dazukommt aber eben nicht die belastigen nebenbei durch Sex- oder Krafttraining, durch das gezielte Ausdur-Training, dass man Sprints macht usw.

00:02:58: Alles was halt kurz kommt geht wenn noch mehr Weckkämpfe dazugekommen.

00:03:02: Das kann dazu führen die Überbelastungen oder auch die Überlastung von einzelnen Strukturen über mehrere Jahre sich aufbauen.

00:03:11: Und wenn sich etwas über mehrere Jahr aufbaut, dann kann das zu chronischen Beschwerden führen und gewisse Feldbelastigungen, welche vielleicht einfach auch von der Natur aus sechstuhr gewisse Konstellationen vom Körper so gegeben sind, dass sie gar nicht mehr wegbringen.

00:03:31: Die Folgen dieser Überbelastungen oder der kurzen Off-Seasons können zum Teil die Leute bis über das Karrierenende aus belasten.

00:03:40: Oder Beschäftigten im Sinne, dass sie immer noch Schmerzen haben auch wenn sie eigentlich schon aufgehört haben mit ihren Sportarten.

00:03:47: Auf der anderen Seite, wenn wir wegkommen von dieser körperlichen Belastung dann ist natürlich auch die mentale Belastungen extrem gross weil Wegkampfsaison bedeutet einfach auch tourenden Leistungsdruck Und ich habe das gerade im Sommer immer wieder mit Athleten, Athletinnen thematisiert in der Training.

00:04:04: Sie sagen, sie schätzen das hier im Training und sich nicht mit anderen vergleichen müssen, sondern man kann einfach an sich arbeiten und man kann sich individuell verbessern... ohne dass man das Gefühl hat, wenn irgendetwas mal nicht klappt oder wenn irgend etwas nicht so läuft wie es sollte.

00:04:22: Dass dann der Konsequenz droht im Sinne von mir spielt nehmen oder wir verlieren irgendeinen Kaderstatus sondern man kann wirklich einfach mal für eine gewisse Zeitdauer zumindest wegkommen von diesen ständigen Erwartungen wegkommen vom Resultat- oder Selektionsdruck.

00:04:40: Ein weiterer Faktor und ich finde auch er wird immer wieder unterschätzt auf der einen Seite mentale Belastung ist, aber auch körperliche Belastungen.

00:04:47: Das Reisen kommt bei vielen Sportarten dazu.

00:04:50: Man hat hier immer wieder Chatlag und verschiedene Zeitzonen.

00:04:54: Man muss den Schlafrhythmus anpassen.

00:04:57: Je nachdem hat man einen unregelmäßigen Schlaf.

00:05:00: in diesen Flugzeug mehrere Stunden sitzen, ist oftmals nicht das Angenehmste.

00:05:05: Und das ganze Hin- und Hergereise ist durchaus ein Stress.

00:05:10: Wenn wir jetzt das über ... sagen wir zwei, drei Monate weniger hat, dann kann es nur schon durch das erholsam sein.

00:05:17: Und ich gebe die Energie von jedem und jeder ist nicht unendlich.

00:05:22: Ich erinnere mich hier zum Beispiel an Jürgen Klopp, der nachdem er seinen Amt bei Liverpool als Trainer aufgegeben hat gesagt, er habe gemerkt, dass seine Energieressourcen nicht mehr langen, um nochmal eine Saison weiterzumachen und dass das für ihn ein wichtiger Grund ist, um zum aktuellen Zeitpunkt... nicht mehr für Liverpool als Trainer da zu sein.

00:05:43: Auf der anderen Seite hat er dann gewartet, ich glaube es waren sieben Monate gewesen bis er wieder ein neues Engagement antreten hatte weil er gemerkt hat.

00:05:52: ich brauche einfach die Zeit zwischen ihnen bevor ich wieder etwas Neues anfange damit ich mit voller Energie und Freude nachher in diese neue Aufgabe starte.

00:06:01: Und jetzt für den Trainer mag das funktionieren dass man sich ein halbes Jahr raus nimmt.

00:06:05: Für Athleten und Atletinnen ist das natürlich schwierig, weil sie dann extrem viel Zeit während der Weckkämpfe verpassen.

00:06:13: Ganz ehrlich oft führt die Verletzungen dazu, dass man einfach mal für ein paar Monate weg ist von einem Wegkampf.

00:06:22: Teilweise können wir das sogar als etwas Positives anschauen, dass die Weckkämpfe einmal in den Hintergrund rücken und eben diese Verletzung das Ganze ein bisschen ausbremst und vielleicht für eine langfristige Karriere nicht nur negativ sind.

00:06:37: Und jetzt auf die Andere, also aus meiner Sicht könnte man da natürlich besser vorgehen wenn wir sagen es muss gar nicht zu einer Verletzung kommen oder man braucht keine Verletzungen zum gemerkt dass man diese Pausen machen müsste.

00:06:49: und ich glaube das ist etwas was unsere Menschen immer wieder so ein bisschen beschäftigt dass wir nicht so ein gutes Gespür haben für Wenn ist genug und es braucht irgendwie ein extremes Ereignis wo uns mal die Augen öffnet zum gemärken an.

00:07:02: jetzt wäre Zeit zum Mal wegkommen Irgendwie mal etwas anderes oder weniger zu machen.

00:07:10: Im Kleinen kann es sein, dass ein Grip kommt und uns für zwei bis drei Tage ins Bett zwingt.

00:07:16: Das kann schon helfen.

00:07:18: Auf der anderen Seite reicht das noch nicht, um die Strukturen, die wir vorhin besprochen haben wieder zu regenerieren und aufzubauen, sondern braucht es wirklich eine längere Pause.

00:07:29: Athletinnen können aus meiner Sicht trotzdem etwas tun, damit das Ganze ... nicht ganz so mühsam wird oder dass sie besser durch die Weckkämpfe und die langen Saison zu kommen.

00:07:42: Das Thema der Belastungssteuerung wird immer wichtiger werden, also wenn plant man bewusst Belastungen ein?

00:07:47: Wenn plant man Weckkämpfe ein?

00:07:49: Und wenn nimmt man sich Pausen raus?

00:07:52: Gerade wenn wir gemerkt haben, man kann nicht das ganze Jahr auf dem gleichen Level performen, heisst es auch, dass man gewisse Weckkrämpfe priorisieren muss und vielleicht auch gewisse Wegkämpfen auslassen muss.

00:08:03: Und das klingt auf den ersten Blick schwierig und ich weiss, dass sich viele Athleten auch schwer damit.

00:08:10: Aber irgendwann kommt man fast nicht mehr darum herum.

00:08:14: Das Zweite, was wir machen können ist, dass man immer wieder kleinere Erholungsphase einbaut.

00:08:18: Dass man sich in der Saison gewisse Zeiten sucht, wo man Belastung ausnimmt.

00:08:24: Wo man vielleicht merkt, es sind nicht die allerwichtigsten Weckkämpfe und diese Zeit nutzt einerseits zu erholen... Aber auch im Atletischen Bereich zum Belastungsdolleranz aufbauen.

00:08:37: So gut wird es in der oftmals kurzen Zeit gehen.

00:08:41: Nächsten, was ich finde, könnte man einbauen sind individuelle Routinen für bekannte Problemstellen, die jeden Athlet und jede Athletin definitiv haben.

00:08:49: So dass vielleicht die kleinen Überbelastungen nicht eskalieren oder so, dass alle von früheren Verletzungen vorhandenen Probleme besser im Griff haben Und dass es sich nicht aufsummiert, sondern relativ früh gemerkt wird, wenn wieder etwas im Anflug ist und schnell reagieren kann.

00:09:08: Ganz wichtig auch den Punkt, dass man selbst beobachtet, dass wir in der Schlafbeobachtung sind.

00:09:13: Dass man auf einem Stresslevel schaut wie motiviert man ist und was für Beschwerden das da sind und dass man dann auch ehrlich zu sich selber ist und mit den Trainerinnen bespricht und aufnimmt und nach Lösungen sucht.

00:09:29: Die komplette Pause ist eine Einführung von Lösungen.

00:09:33: Aber vielleicht ist auch eine Lösung, dass man einfach ein bisschen weniger macht und das Training reduziert.

00:09:40: Und für die mentalen Komponenten... Ich glaube, dort ist es wirklich wichtig, Abstand vom Sport zu bekommen.

00:09:48: Und der Abstand zum Sport muss nicht sein, beziehungsweise das muss nicht örtlich ein Abstand sein Aber ein Abstand im Sinne, dass man nicht an diesem Moment studieren muss und wieder den nächsten Wegkampf hat.

00:10:02: Dass man nicht die nächste Selektion vor der Tür hat.

00:10:05: Und für das hilft es natürlich wenn der Weckkampfskalender das Ganze unterstützt.

00:10:08: Wenn das nicht so ist, muss man sich als Athletin wahrscheinlich selber irgendwelche Lösungen überlegen oder mit Unterstützung in diesen Bereichen nach Lösungen suchen.

00:10:18: Also als Schlussgedanken Eigentlich kann man sagen, diese Form ist ganz simpel.

00:10:22: Je kürzer die Off-Seisen werden desto wichtiger wird Erholung und kleinere Vorbereitungsphase innerhalb der Inseisen.

00:10:31: Mit diesen Variablen muss man schon lernen!

00:10:34: Ich danke dir auf jeden Fall, dass du auch heute wieder bis zum Schluss zugelassen hast.

00:10:38: Ich hoffe, dass ihr etwas Spannendes mitnehmen könnt.

00:10:40: Und freue mich wenn du auch nächste Woche wieder dabei bist.

00:10:42: Macht's gut und bis gleich!

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