Was für andere funktioniert, muss für dich nicht funktionieren.

Shownotes

Was für andere funktioniert, muss für dich nicht funktionieren. Gerade im Sport vergleichen wir uns ständig und orientieren uns an den Trainingsmethoden erfolgreicher Athlet. Doch jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen mit. Wissenschaftliche Erkenntnisse liefern uns wertvolle Orientierung, sind aber keine Garantie dafür, dass eine Methode bei allen gleich gut funktioniert.

In dieser Folge erfährst du, warum es sinnvoll ist, deinen eigenen Trainingsweg zu finden und wie du mit drei einfachen Tipps gezielt experimentieren kannst. So lernst du, dein Training bewusster zu gestalten, Fortschritte besser einzuschätzen und herauszufinden, was für dich wirklich funktioniert.

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00:00:03: Herzlich willkommen zum Bewegungs- und Performance Podcast.

00:00:07: Dein Podcast für geschmeidigere Bewegungen, mehr Körperbewusstsein und verbesserte Performance.

00:00:13: Mein Name ist Lars Habermacher und ich freue mich, dich heute dabei zu haben!

00:00:18: Im Sport vergleichen wir uns ständig mit den anderen.

00:00:21: Es geht immer darum wer schneller ist, wer höher kumpelt, wer weiterkommt.

00:00:25: Das gehört natürlich zum Sport dazu.

00:00:27: Wir messen uns, wir wollen besser werden, vielleicht sogar die besten sein.

00:00:32: Dabei orientieren wir uns oftmals an erfolgreichen Athleten.

00:00:36: Wir schauen wie sie trainiert, welche Methoden verwendet sind und was machen die anders als ich das mache?

00:00:43: Das kann zu einem Problem führen, weil man häufig versucht den Weg der anderen zu kopieren.

00:00:48: Aber jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen, andere Erfahrungen, bedürfnisse und andere Gegebenheiten mit sich.

00:00:57: Um diese Frage soll sich die Folge heute etwas drehen.

00:01:00: Nur weil jemand mit einer bestimmten Methode erfolgreich ist, bedeutet das, dass es für mich auch die richtige Methode ist.

00:01:08: Es gibt verschiedene Wege, wie man etwas überprüfen kann oder seine Methoden finden.

00:01:13: Die Wissenschaft ist eine sehr gute Orientierung.

00:01:16: In Studien werden beispielsweise zwei Trainingsmethode miteinander vergleichen.

00:01:20: Wir untersuchen, ob Unterschiede wahrscheinlich über zufällige Schwankungen hinausgehen.

00:01:27: In der Wissenschaft wird das als Signifikanz bezeichnet.

00:01:30: Also den Unterschied, welcher gemessen wird, ob er durch Zufall entstanden ist oder ob es ein tatsächlicher Unterschied von der Methode ist.

00:01:38: Oft betrachten wir dabei die Durchschnittswerte des Gruppens und einen positiven durchschnittlichen Effekt bedeutet aber nicht automatisch dass jeder einzelne oder jede einzelne Person gleich stark davon profitiert Und das ist eine Herausforderung im Spitzesport.

00:01:53: Im Spitzensport haben wir sehr häufig kleine Stiche proben.

00:01:57: Abgesehen davon, dass sehr viele Studien gerne mit Spitzersportlerinnen gemacht werden, sondern höchstens mit ambitionierten Hobbysportlern innen, haben wir sowieso im Spizzensport sehr kleine Stichproben und Athletinnen unterscheiden sich teilweise starker von Aussetzungen.

00:02:13: Die Ergebnisse lernen sich darum nicht immer direkt auf andere Personen übertragen.

00:02:17: Gleichzeitig können scheinbar individuelle Unterschiede auch durch Messfäler, Tagesform oder durch andere Einflussfaktoren entstehen.

00:02:24: Wichtig finde ich an dieser Stelle zu sagen dass wissenschaftliche Erkenntnisse eine sehr wertvolle Grundlage für das Training sind.

00:02:32: Bewertige Trainingsprinzipien gelten weiterhin.

00:02:35: also was man über Jahre hinweg gemacht hat ist nicht einfach von heute auf morgen vergessen und es hat sicher seine Bedeutung aber auch seine Berechtigung.

00:02:44: Und jetzt die individuelle Umsetzung.

00:02:46: Die muss aber zu den eigenen Voraussetzungen und eigenen Ziel passen.

00:02:51: Und wie können wir herausfinden, was wir als Einzelperson brauchen?

00:02:56: Was für uns funktioniert ohne einfach ständig irgendwelche neue Dinge auszuprobieren?

00:03:03: Ich glaube das ist eine Gefahr, die heutzutage besteht, dass man auf jeden Trend, der man irgendwann auf Social Media sieht oder sonst irgendwo aufschnabbt, gerade aufspringt.

00:03:12: Ich möchte dir heute drei Tipps mitgeben... wie du sinnvoll mit Trainingsmethoden oder auch anderen Faktoren im Sport experimentieren kannst.

00:03:20: Der erste Typ, den ich dir mitgeben möchte ist stell dir die richtige Frage.

00:03:27: Also du musst wissen was wirst du verändern bevor du nach einer Methode suchst?

00:03:31: Wo liegt aktuell mein grösstes Entwicklungspotenzial?

00:03:34: Was brauche ich wirklich zum Ziel, das ich habe zu erreichen?

00:03:38: und dabei wird nicht jede spannende Methode relevant für dich.

00:03:43: Zuerst musst du mal verstehen, was dein Problem ist und dann kannst du nach Lösungen suchen.

00:03:48: Die Wissenschaft, Coaches und andere Athletinnen kannst du dabei als Inspirationsquelle nutzen.

00:03:54: also beispielsweise du willst schneller rennen und dann musst du herausfinden, wie dein Potenzial eher bei der Austour, bei der Kraft oder bei der Technik oder bei den Trainingskonstanz Aufgrund von diesem sollte man schauen, was für Optionen oder Lösungswege es gibt zum Problem auf die Schliche kommen.

00:04:12: Deshalb suche ich nicht nach der spannenden Methode, sondern suche nach einer Lösung, die für dieses wichtigste Problem stimmt.

00:04:20: Der zweite Tipp verändern wenig und beobachten bewusst.

00:04:23: Das Problem ist nämlich wenn wir von heute auf morgen alles auf den Kopf stellen können wir gar nicht mehr nachvollziehen, was wir jetzt verändert haben oder was die positive Veränderung ausgewirkt hat.

00:04:34: Experimentieren bedeutet nicht einfach alles über den Haufen rühren, sondern möglichst nur einen zentralen Faktor gleichzeitig zu verändern.

00:04:42: Sonst wird es eben schwierig Veränderungen in einer bestimmten Massnahme zuordnen.

00:04:46: Darum überlegt er vorher woran erkenne ich überhaupt ob das funktioniert?

00:04:51: und versuche dabei einfache Messgröße auszuwählen Also zum Beispiel die Leistung oder die Trainingsqualität, deine subjektive Anstrengung.

00:05:00: Auch dein Wohlbefinden und deine Regeneration können Faktoren sein, wo du beeinflussst oder wo du versuchst irgendwie zu tracken oder für dich beizupalten und nachts vollziehen kannst.

00:05:14: Du versuchst natürlich, dann möglichst ähnliche Bedingungen zu schaffen damit du auch vergleichen oder Veränderungen feststellen kannst.

00:05:20: Und ich glaube das ist ein Punkt wo ganz schwierig im Spitzesport ist weil sich eben sehr vieles verändert wird und wir sehr viele unterschiedliche Phasen haben.

00:05:27: aber so ähnlich wie möglich als Beispiel auch da du möchtest zb deine Regeneration verbessern und statt jetzt Schlaf Ernährung und Training gleichzeitig zu verändern, fangst du mit einer konstanten Schlafroutine an und beobachtest wie du dich erholst.

00:05:45: Also da kannst du vielleicht merken je klar dein Experiment ist desto mehr kannst du aus dem lernen.

00:05:51: Und der dritte Tipp was ich dir möchte mitgehen gibt die Zeit und zieht dann Konsequenzen.

00:05:56: nicht zu frühen Geduld gehört zum experimentieren dazu.

00:06:00: Wenn es um unser Körper geht, wenn es um den Sport geht, darfst du nicht nach drei Trainingseinheiten schon ein Urteil fehlen.

00:06:07: Anpassungen brauchen unterschiedlich lange und je nach Trainingszeit viel länger als du das denkst oder vielleicht auch willst.

00:06:13: Über Wochen oder sogar über Monate solltest du beobachten was verändert sich und was passiert.

00:06:20: Was man aber sicher machen kann ist regelmässig darüber reflektieren sondern zwischendurch schon wieder mal einen Check-in machen, bist du auf dem richtigen Weg?

00:06:29: finde ich ganz gut und ein guten Tag ist noch kein Beweis aber ein schlechter Tag eben auch nicht.

00:06:35: also da wird es Schwankungen drin haben.

00:06:37: Es wird auf und ab gehen und das wird nicht konstant einfach Ja, sogar wie du dir das vorstellst.

00:06:43: Denn da kommen auch andere Faktoren dazu.

00:06:46: Stress, Schlaf, den Alltag, deine Trainingsbelastung und all das wird dein Experiment vielleicht etwas verzerren aber sicher beeinflussen.

00:06:55: Wenn ich dir drei Fragen geben darf, die bei der Auswärtigung helfen können?

00:06:59: Die erste Wärme hat sich verbessert, was du willst verbessern.

00:07:03: Die zweite Wärm, wie sicher bin ich, dass diese Veränderung tatsächlich geholfen hat?

00:07:08: Und die dritte Frage ist, soll ich diesen Ansatz beibhalten?

00:07:11: Anpassen oder vielleicht doch wieder verwerfen.

00:07:15: Wenn wir das wieder zusammenfassen, könnte man auch sagen nicht jeder Versuch muss funktionieren aber aus jedem gut geplanten Versuch kannst du etwas lernen.

00:07:23: Wichtig dabei ist dass du eigentlich deinen eigenen Weg findest und wie gesagt Wissenschaft bildet immer eine gute Grundlage.

00:07:29: Aber ich glaube im Spitzesport ist es wichtig dann irgendwo ein bisschen von diesem Weg abzuweichen und seinen eigenen Weg zu suchen.

00:07:36: Im Weckampf vergleichen wir natürlich die Leistung.

00:07:39: Im Training sollte man nicht blind die Weg der anderen kopieren.

00:07:42: Andere können uns inspirieren, und Wissenschaft liefert in uns wichtige Erkenntnisse und kann uns dabei helfen.

00:07:49: Aber das Training ist kein fixes Rezept, welches für alle genau gleich funktioniert.

00:07:53: Für das sind wir einfach zu unterschiedlich und zu anders.

00:07:57: Darum heisst es auch nicht Individualisierung bedeutet alles anders zu machen aber ein gewisser Teil... Den kannst du für dich anpassen.

00:08:05: Es bedeutet, bewährte Prinzipien gezielt auf deine eigenen Bedürfnisse anzupassen und ich glaube das ist ein grosser Vorteil, was wir heutzutage haben dass uns so viele Informationen zur Verfügung stehen.

00:08:16: aber wir müssen wissen wie man mit ihnen umgeht und wahrscheinlich brauchen wir auch Leute unserer Seite die uns dabei unterstützen weil das ganze Thema oder all diese Themen einfach zu komplex geworden sind also dass eine Person das alles könnte stemmen.

00:08:29: Das Ziel ist ja da wieder nicht ein perfektes wissenschaftliches Experiment durchzuführen, sondern am Schluss bessere Entscheidungen vor allem Trainingsentscheidungen zu treffen, die dich weiterbringen.

00:08:40: Ich selbst bin natürlich einmal wieder auf der Suche nach neuen Methoden und neuen Ansätzen, die ich spannend finde und gehe da eigentlich nach einem ganz ähnlichen Prinzip vor.

00:08:51: Die Wissenschaft hat mich schon zwei-drei Mal an Besitzer geführt und im Nachhinein habe ich gemerkt, für mich stimmt etwas anderes ziemlich konsequent gegangen.

00:09:02: Und bis jetzt habe ich das eigentlich noch nie bereut und habe immer etwas dabei gelernt, und zudem möchte ich dich auch ermuntern!

00:09:08: Ich hoffe, dass du etwas Spannendes aus dieser Folge konntest mitnehmen kannst.

00:09:11: Wenn du Feedback für mich hast, dann melde ich sehr gerne bei mir.

00:09:14: Ich freue mich immer wenn sich jemand gemeldet und wünsche dir schon mal eine gute Woche und bis bald!

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