Verletzungen im Sport: Wie viel kann Training wirklich verhindern?
Shownotes
Nehmen Verletzungen im Spitzensport tatsächlich zu? Und wie viel können wir durch gezieltes Training verhindern?
In dieser Folge werfen wir einen Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Profifussball und der NHL. Wir sprechen darüber, wie Krafttraining und neuromuskuläres Training das Verletzungsrisiko beeinflussen können und wo die Grenzen der Prävention liegen. Ausserdem beleuchten wir die Bedeutung von Körperwahrnehmung, Bewegungslernen und den Zusammenhang zum Feldenkrais-Ansatz.
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00:00:03: Herzlich willkommen zum Bewegungs- und Performance Podcast.
00:00:07: Dein Podcast für geschmeidigere Bewegungen, mehr Körperbewusstsein und verbesserte Performance.
00:00:13: Mein Name ist Lars Habermacher und ich freue mich, dich heute dabei zu haben.
00:00:17: Fast täglich hören wir News, die Athleten oder Athletinnen sich verletzen.
00:00:22: Gefühlsmässig führt es dazu, dass man den Eindruck bekommt das gibt immer mehr Verletzungen im Sport.
00:00:27: Das würde dazu passen, zu diesen höheren Intensitäten mehr Weckkämpfe und Spiel und höchere Anforderungen an die Athleten gestellt werden.
00:00:36: Aber was sagt Wissenschaft eigentlich dazu?
00:00:39: Ich habe mich mal auf die Zukunft gemacht, ob es wissenschaftliche Daten gibt zu diesem Ganzen und wie sie aussehen.
00:00:45: Die Zentralfrage der heutigen Volksfelsi sind für die Letzten wirklich häufiger geworden.
00:00:50: Und dann die zweite Frage – Was können wir damit machen?
00:00:54: Wenn man Studie anschaut Es gibt nicht extrem viele, vor allem sehr viele neue Studie und dass diese Studien sehr unterschiedlich sind.
00:01:05: Es gibt zum Beispiel eine Studie, die Profifußball untersucht hat, wo UEFA einen Langzeitstudien in den Zwischenjahren, Jahrzehntausendeinzehnteunzehntenundneinzehn gemacht haben und Verletzungen im Fussball angeschaut hat.
00:01:16: Und dort kam heraus, es gab sogar einen Rückgang von Verletzingen um ca.
00:01:21: drei Prozent pro Saison.
00:01:24: Was eigentlich relativ viel ist dann.
00:01:26: Und was aber interessant ist, dass die Helmstrings Verletzungen zugenommen haben und dass das wie so ein gegeläufiger Trend war.
00:01:34: Darum wichtig finde ich hier zu sagen, Gesamtverletzung und einzelne Verletzung können unterschiedliche Trends aufzeigen.
00:01:44: Es gab auch eine Studie, in der EISOK genauer untersucht hat oder genauer gesagt hat, die NHL.
00:01:49: Die NHL machte eine Studiode aus dem Jahr im Jahr zwei Tausend Jahre bis zum Jahr zwölf.
00:01:53: und hat dort feststellt, dass es einen Rückgang in den Verletzungsraten mit Ausfallzeit gegeben hat.
00:01:58: Und da ist jetzt eine wichtige Unterscheidung oder also die NHL auch vor allem schauen wie viel ausfallzeit es gab.
00:02:05: Das heisst nicht, dass das vielleicht an der Zahl weniger Verletztungen gegeben hat sondern einfach dass die Spieler weniger gefällt haben.
00:02:11: Es kann ja sein, dass sie trotzdem verletzt gewesen sind aber trotzdem gespielt haben oder dass es vielleicht mehr... weniger schlimme Verletzungen geben, für weniger schwere und so weiter.
00:02:23: Wenn man neue Daten von NHL anschaut, dann sieht man keine durchgehend steigende Gesamtverletzungsrate.
00:02:30: Das konnte man nicht zeigen.
00:02:33: Natürlich Körperkontakt, Jaxx- und Kollisionen sind wichtige Verletzungmechanismen.
00:02:39: Bei Kopfverletzingen ist das gar nicht immer einfach festzustellen, wenn jemand verletzt wird oder nicht, beziehungsweise wie lange jemand ausfällt.
00:02:47: Es gibt auch eine Schweizer Untersuchung, die im Isokake gemacht wurde.
00:02:52: Dort zeigt sich, dass es eher schwankende Verletzungsräte über sieben Saisons gegeben hat, sodass man nicht einen klaren Trend machen konnte.
00:03:02: Es gibt eigentlich keinen wissenschaftlichen Beleg für ein generelles Zunahm im gesamten Spitzesport, sondern unterschiedliche Sportarten und unterschiedliche Verletzungstypen müssen berücksichtigt werden.
00:03:15: Das ist der grosse Punkt, dass es je nach Sportarten sehr unterschiedlich ist und sehr unterschiedliche Mechanismen dahinter sind.
00:03:23: Das hat natürlich damit zu tun, dass bei unterschiedlichen Sportarten unterschiedliche Belastungen und unterschiedliche Bewegungsanforderungen an die Athletin gestellt werden.
00:03:33: Es gibt dann diese Unterscheidung zwischen Kontaktverletzungen und Verletzigen ohne direkten Körperkontakt.
00:03:40: Das führt auch wieder zu verschiedenen Definitionen von Verletzen.
00:03:44: Und was etwas ganz wichtig ist, vielleicht hat man auch einfach heutzutage eine verbesserte Diagnostik und Erfassung von Verletzungen.
00:03:52: Also Technik, die sich weiterentwickelt hat, Spieler oder Athletinnen, die genauer tracked werden.
00:03:58: All das hat einen Einfluss auf die Anzahl der Verletzung.
00:04:03: Das kann dazu führen, dass wir das Gefühl haben, es sind mehr Verletzen!
00:04:07: Darum, was oft gemacht wird, ist, dass man nicht Anzahlverletzungen anschaut.
00:04:11: Sondern man schaut Anzahl Verletzungsprobelastungsstunde an.
00:04:15: Ein weiterer Punkt, der muss berücksichtigt werden, ist die Verletzungshäufigkeit vs.
00:04:20: verletzungsschwere.
00:04:22: Das bin ich vorhin schon ein bisschen eingegangen.
00:04:24: Es kann gut sein, dass sich die Anzahl-Verletzten verändert.
00:04:27: Aber die Schwere von den Verletzenen sich auch mitverändert und das es vielleicht ... mehr, weniger schwere Verletzungen gibt oder vielleicht weniger verletzige dafür umso schwerer.
00:04:38: Und all das spielt drinnen wie viele Verletzte, die am Schluss registriert werden.
00:04:42: Also mehr registrierte Verletze bedeutet nicht automatisch ein tatsächlich höheres Verletztungsrisiko.
00:04:49: Im Athletiktraining haben wir natürlich ein Ziel vom Ganzen, dass man Verletzinge irgendwie präventiv entgegenwirken könnte.
00:04:58: und auch da bin ich mal schauen was seitens der Wissenschaft zu dem Ganzen sagt.
00:05:02: Interessanterweise ist vor allem Krafttraining, die eigentlich oben außen sticht und das Risiko von bestimmten Sportverletzungen reduzieren kann.
00:05:11: Zudem gibt es neuromuskuläre Trainingsprogramme, welche ebenfalls positive Ergebnisse zeigen und eine Kombination aus Kraft-, Gleichgewicht-, Koordinations-, Sprung-Training sowie auch Wollandetechnik angeguckt haben zeigt besonders gute Evidenzen für die Prävention der bestimmten Knieverletzung.
00:05:29: Und Knieverletzungen sind bei vielen Sportarten schon ein grosser Anteil von Verletzten.
00:05:36: Ich gehe jetzt nicht auf die einzelnen Sportarten ein, welche Verletzung am häufigsten sind.
00:05:40: Ich denke aber auch bei dominanten Sportarten, die viel gemacht werden... Ich sage hier in der Schweiz zum Beispiel Fussball, Dennis, Isokei, Skifahren ... Alles Sportarten mit den Knie-Verletzigen sind doch sehr häufig oder allgemeinen Verletzen der unteren Extremitäten und darum macht es auch Sinn in das zu investieren.
00:06:01: Wichtig ist an dieser Stelle auch zu sagen, es gibt keine Garantie für Verletzungsfreiheit.
00:06:06: Verletzte gehören zum Sport leider irgendwie dazu und können immer passieren, weil in gewissen Situationen sind die Kräfte zu gross, es geht zu schnell als dass man mit irgendeinem Programm etwas dagegen machen könnte.
00:06:19: Nehmen wir als Beispiel Iso-Key was wir dort machen könnten.
00:06:22: Ist natürlich der Körper auf diese hohe Belastungen gezielt vorbereitet Kraft und Koordination als wichtige Trainingsinhalt einzubauen.
00:06:32: Auch irgendwie in Warm-ups integrieren.
00:06:35: Und so möglichst die Verletzungen, die man verhindern kann, möglichst gut verhindert werden.
00:06:41: Es ist wie gesagt nicht jede Verletzung beeinflussbar.
00:06:44: Es gibt Body Jacks, es gibt Treffer von Packs... ...und da können sehr gute Athleten jederzeit verletzt werden.
00:06:53: Aus meiner Sicht ist das primäre Ziel des Athletiktraining auch nicht Verletzungen zu verhindern, sondern die sportliche Leistung zu verbessern.
00:07:02: Aber die Verletzlichesprävention ist ein wichtiger Bestandteil und wenn wir diese beiden Sachen abdecken – also Leistung für bessere und Verletzig präventionen ebenfalls drin haben, dann habe ich das Gefühl, dass man schon relativ vieles gut macht.
00:07:17: Am Schluss ist die Verfügbarkeit im Training oder im Wegkampf für Athletinnen entscheidend.
00:07:22: Also wenn ein Athletin nicht am Start steht auf dem Matchblatt ist, dann hat das langfristige Konsequenzen.
00:07:30: Weil sie einfach nicht das machen können, was sie eigentlich wählen oder auch sollten machen, weil sie ja oftmals von diesem Abhängung sind und dass ihre Job ist.
00:07:39: Zudem finde ich sollte mir immer die langfristigen Leistungsentwicklung und Gesundheit berücksichtigen.
00:07:45: Also wenn man von Verletzungen redet, was für mich ein Worst Case-Scenario ist, ist es über sich im Training verletzt... weil wir im Training einen Fehler machen, der nicht sollte passieren und durch das nachher er oder sie nicht an einem Wegkampf teilnehmen kann.
00:08:03: Wie vorher schon erwähnt ist eben so eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen hier wahrscheinlich den grössten Erfolg bringt also dass man ein sog.
00:08:12: neuromuskuläres Training macht also nicht nur auf die Muskeln abzielt sondern auch Bewegungen besser lernt, dass man die Körperwahrnehmung schult.
00:08:22: Dass man an der Bewegungssteuerung schafft, eine Bewegungsgewohnheit versucht zu erkennen und unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten versucht zu entdecken und diese Bewegungsvariabilität und Anpassungsfähigkeit entwickelt.
00:08:34: Das ist genau das, was ich im Training mit dieser Kombination auch aus den Feldingkreismethoden und Athletiktraining immer wieder versuch, reinzubringen Also, dass wir auch gezielt arbeiten können und Verhaltensveränderungen mit ihnen bringen.
00:08:48: Wie bewege ich mich?
00:08:50: Welche Bewegungsstrategie nutze ich automatisch?
00:08:53: Und was gibt es für andere Möglichkeiten zu mich bewegen?
00:08:56: Dass man versucht voraus zu planen.
00:08:58: Dass man unsere Situationen überlegt wie wir die Situation reagieren.
00:09:03: Und wie wir dann das bei Athletiktraining mit ganz viel Zeit ... kann er arbeiten und in eine sportliche Situation übertragen.
00:09:13: Es geht nicht nur um die Übung, sondern auch um die regelmäßige Umsetzung der Transfer ins Sport.
00:09:19: Das ist das Allerwichtigste.
00:09:21: Wir müssen den Transfer zurück in die Sportart machen.
00:09:24: Alles was wir im Athletik-Training lernen, wo wir neben dem Sport lernen, ist schön und gut.
00:09:29: Am Schluss zählt es in der Sportart.
00:09:31: Die meisten Verletzungen passieren in der Sporthart und insbesondere in den Wettkämpfen oder Spielen Und ich glaube, das ist genau dann wenn eben vieles zusammenkommt.
00:09:40: Zusätzliche Anforderungen, zusätzliche Motivation und dann wird es irgendwie knapp mit den Ressourcen und dort müssen wir bereit sein.
00:09:48: Also vieles lernen funktioniert neben der Sportart muss aber dann irgendwie wieder zurückgebracht werden.
00:09:55: Ich finde es wichtig Wie gesagt, dass man nicht jede Verletzung vermeiden kann.
00:09:59: Ich glaube das wird auch nie möglich sein.
00:10:00: Aber dass die neuere muskulären Präventionsprogramme, wenn wir sie so nennen wollen, bestimmte Verletzungsrisiken reduzieren können und jedes Verletzensrisiko, den man reduziert kann, soll aus meiner Sicht auch reduziert werden.
00:10:13: Und diese Feldenkreismethoden finde ich einen wunderbaren, ergänzenden Ansatz zum Bewegungslernen noch genauer verstehen und mir eben seinen eigenen Körper zu erfahren was aus meiner Gesicht... sehr hilfreich sein kann in der Sportart oder Bewegung, dann in anderen Feldern.
00:10:29: Im Athletik-Training geht es für mich darum auch nicht nur stärker zu werden oder noch schneller zu werden Es geht auch darum, Bewegungen besser kennenzulernen neue Möglichkeiten zu entdecken und sich an unterschiedliche Anforderungen schneller und besser anpassen zu können was bei ganz vielen Sportarten die sehr schnell sind viel Chaos beinhaltet.
00:10:48: wechselnde Bedingungen haben unglaublich wichtig ist.
00:10:51: Wenn ich dir zum Abschluss nochmal drei Botschafters mitgeben darf, das Ganze nochmal ganz kurz zusammengefasst.
00:10:56: Dann ist wahrscheinlich das erste Verletzungen im Spitzesport nicht nachweislich überall zugenommen.
00:11:03: Also der Eindruck von mir haben immer mehr Verletztungen, täuscht wahrscheinlich ein bisschen.
00:11:08: Das zweite Gezieltsathletik-Training kann bestimmte Verletzensrisiken reduzieren aber nicht alle Verletzte verhindern.
00:11:16: und den dritten Punkt Neben Kraft und körperlichen Fähigkeiten sind auch Bewegungslernen und die regelmäßige Umsetzung vom Training wichtiges Themen.
00:11:27: Das sind wahrscheinlich weg von reinkörperlichem, sondern viel auf einem mentalen Ebene am Schaffen.
00:11:33: Darum wenn du das nächste Mal trainierst achte ich doch nicht nur darauf wie viele Gewichte du bewegst oder wie schnell du dich bewegst.
00:11:39: beobachte auch einfach mal wie du dich bewegest und welche anderen Möglichkeiten du hast eine Bewegung zu machen.
00:11:45: Vielleicht entdeckst du da irgendetwas Spannendes oder etwas Neues.
00:11:49: Ich danke dir, dass du bis zum Schluss zugelassen hast.
00:11:51: Wünsch dir eine gute Woche und bis zum nächsten Mal!
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